Bekanntmachungen

Der Bürgermeister informiert
Radverkehrskonzept - mobil in Burgstädt
Burgstädter nehmen den Innenstadt-Verkehr ins Visier

Liebe Burgstädterinnen, liebe Burgstädter,

es sieht so aus als würde sich das Format WerkStadtGespräche in Burgstädt etablieren, jetzt schon das Dritte. Diesmal stand die Mobilität, und hier speziell der Radverkehr im Fokus:
• Kann man sich in Burgstädt sicher mit dem Fahrrad bewegen?
• Was hält Burgstädter ab, mit dem Rad einzukaufen?
• Wie erreiche ich den Chemnitztalradweg schnell und sicher?
Das waren einige Fragen, die im Rahmen des 3. WerkStadtGesprächs diskutiert wurden.

Ziel dieses Gesprächs war es, den Ist-Stand und die Wahrnehmungen der Burgstädter möglichst umfassend aufzunehmen, um eine weitere Zuarbeit für das Radverkehrskonzept, das vom Planungsbüro Dr.-Ing. Ditmar Hunger in Dresden erarbeitet wird, zu geben.
Nach einer kurzen Einstimmung in die Thematik von Bauamtsleiter Herrn Langen war die im April/Mai 2019 gelaufene Fragebogenaktion zum Radverkehr Ausgangspunkt der Betrachtungen. Herr Schönefeld vom Büro Hunger stellte verschiedene Formen von Radverkehrsanlagen in Abhängigkeit von Verkehrsdichte und Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer in seinem Auftaktreferat dar. Bei der Einordnung des Radverkehrs werden demnach von den Verkehrsplanern folgende Varianten unterschieden:
• ohne besondere Trennung, Mischung der Verkehre auf der Fahrbahn, bei bis zu 500 Kfz/h und 30 km/h empfohlen
• auf der Fahrbahn mit Schutzstreifen oder auf dem Gehweg „Rad frei“, mit einer dann erforderlichen Breite von jeweils mindestens 1,50 m
• unbedingte Trennung von Rad und Kfz-Verkehr und Ausweisung gesonderter Radwegen/Radfahrstreifen, empfohlen bei 1.700 Kfz/h und 60 km/h.

Der Unterschied zwischen 30 km/h und 50 km/h ist beim Aufprall der zwischen Leben und Tod. Damit eröffnete Herr Benjamin Seidel, Masterstudent der Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin, seinen Beitrag. Er brachte Aspekte der Forschung mit in die Diskussion ein. Sehr interessant war die Darstellung der Entwicklung des Radverkehrs, die mit einem Tiefpunkt Mitte der Siebziger Jahre jetzt in einer stetigen Aufwärtsentwicklung zu sehen ist. Verglichen mit der Radnutzung der 1950/60iger Jahre liegen aktuelle Zahlen bei nur 30 %. Da sich die Streckenprofile auch in Burgstädt seit dieser Zeit wohl nicht wesentlich verändert haben, sind die Ursachen für den Rückgang an anderer Stelle zu suchen.
In drei thematischen Arbeitsgruppen wurde weitergearbeitet. Auch hier, wie bei der gesamten Veranstaltung, war die Zeit im Auge zu behalten, um den gesetzten Zeitrahmen nicht zu sprengen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Diskussion mit Burgstädter Bürgern wieder viele neue Gedanken in die Entwicklung des Radverkehrskonzeptes eingebracht hat. Man kann wohl vorsichtig behaupten, das Format WerkStadtGespräch hat sich behauptet. Zum Thema Mobilität war der Konsens zu spüren, künftig allen Verkehrsarten gleichberechtigt Aufmerksamkeit widmen zu wollen. Hier beginnen die Änderungen zunächst im Kopf.
Die Fortsetzung der Gespräche zum Thema Mobilität im Herbst dieses Jahres ist bereits fest verabredet. Dann sollen die Entwürfe des Planungsbüros auf den Tisch kommen und zur Diskussion gestellt werden. Das Bauamt hat sich vorgenommen, bis dahin zumindest kleine Anregungen umgesetzt zu haben.
Denn auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!

Ihr Bürgermeister
Lars Naumann


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