Streuobstwiese
 

Die Streuobstwiese

Streuobstwiese im Spätsommer nach der MahdDie Erhaltung beziehungsweise Neuanlage dieser Landschaftselemente ist ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes, weil sie für viele Tierarten Nahrungsräume und Zufluchtsstätten darstellen.

Die Streuobstwiese beheimatet alte Obstbaumsorten von Kirsche, Apfel und Birne. An der Peripherie zu den Feldern findet man in dichtwüchsigen Hecken ihre jeweiligen Urformen ( Wildkirsche, -apfel und –birne) zusammen mit Rotem Hartriegel und Weißdorn. Dieses Nahrungsangebot wird beispielsweise von Igel, MauswieselMauswiesel und SpitzmausSpitzmaus sehr geschätzt.
Eine reiche Blütenfülle im Frühjahr durch Buschwindröschen, Scharbockskraut, Kuckuckslichtnelke und der Bäume bietet eine Lebensgrundlage für Bienen- u. Hummelbestände, welche bei ihrer Ansiedlung mit Kästen für den Nestbau unterstützt werden. Im späteren Jahresverlauf vervollständigen Früchte den Speiseplan von Vögeln und Insekten gleichermaßen, die letztgenannten sind wiederum willkommene Nahrung für andere Vogelarten.
Neben dem Nahrungsangebot dienen die Pflanzen einer Vielzahl von Vögeln als Unterschlupf, so zum Beispiel für Blaumeise und Kohlmeise, aber auch für SteinkauzSteinkauz und StieglitzStieglitz, weiterhin bevorzugen Spechtarten (wie Grünspecht und Wendehals) den älteren Baumbestand zum Nestbau. Zu den häufig anzutreffenden Vögeln zählen Neuntöter, Zaunkönig und Gartengrasmücke.
In feuchten Teilen des Areals wird versucht ehemals häufige Wiesenorchideen wieder anzusiedeln, beispielsweise die Breitblättrige Kuckucksblume.