Der Burgstädter Waldfriedhof
 

Der Burgstädter Waldfriedhof 

 

Geschichtliches:

 
03.11.1906 Antrag auf neues Friedhofsgelände
09.01.1908Beglaubigung des Kaufvertrages
Mai 1910Beginn der Erdarbeiten für die Friedhofshalle
Herbst 1910 Fertigstellung der Friedhofshalle
26.11.1911 Weihe des Friedhofes am Ewigkeitssonntag und erstes Begräbnis
 
                              


Die Friedhofshalle
Die Friedhofshalle ist ein Jugendstil - Bauwerk mit einer schweren Architektur, welche für eine ernste Stimmung sorgt. Die Südseite des Gebäudes wird von einem reizvollen 20m hohen Turm flankiert. Durch die Farbe des verwendeten Materials, vor allem des roten Rochlitzer Porphyrs wird eine harmonievolle Einbettung in die Grünanlagen erreicht.

Zu beiden Seiten der Anlage wurden erhöhte Plätze geschaffen, denen ein Wasserbassin vorgelagert ist. Dreiseitig sind Pyramidenpappeln angepflanzt worden um den architektonischen Wert der Halle zu betonen.

Besonders auffällig sind 2 Magnolien mit vorgelagerter Azalee südlich des Gebäudes.

 

Ein altes GrabDer Waldfriedhof ist flächenmäßig ein Rechteck mit einer Längsausdehnung von ca. 520m und einer Breite von etwa 180m. Diesen ungewohnten Maß musste bei der Begrünung  besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für das gesamte Areal wurde eine Dreiachsenaufteilung gewählt.

Die mittlere Achse liegt in der Verlängerung des Haupteinganges und endet stets in einem Rondell, die Bepflanzung ist stufenartig aufgebaut, am Eingang fanden niedrig wachsende Gehölze wie Eibe Verwendung und in Fortsetzung der Idyllische Wegbepflanzung Längsrichtung immer höher wachsende Gehölze wie Rhododendron und später Sommer- u. Silberlinde. Dies trägt zur Betonung der Achse bei und sorgt gleichzeitig dafür, dass eine Zweiteilung erreicht wird. Die Rondelle wurden hauptsächlich mit bodenbedeckenden Koniferen bepflanzt.

Viele Wegeinfassungen sind mit ein- und derselben Baumart bepflanzt, dadurch wird eine perspektivische Raumwirkung erzielt. Diese Wegbetonung ist charakteristisch für diesen Waldfriedhof. Für die 4 schräg und für alle parallel zur Hauptachse verlaufenden Wege wurde Birke verwendet, da diese mit ihrer weißen Birke äußerst dekorativ wirkt. Die Hauptwege zeigen eine abwechslungsreiche Bepflanzung, bei der Laubbäume dominieren. Darunter befinden sich Bergulme, Baumhasel, Eichen und Blutbuchen.

Im vorderen Teil des Friedhofes herrschen Nadelgehölze, wie Scheinzypressen, Lebensbäume, Douglasie und Fichtenarten vor.

Eine Seltenheit in Sachsen ist die Baumhortensie.