Geschichte der FFW -Teil II-
Grundsteinlegung und Übergabe der neuen Feuerwache
 

Grundsteinlegung am 09.03.1995

Grundsteinlegung

Am 09. März 1995 wurde in Anwesenheit des Innenministers Heinz Eggert, in würdiger Form die Grundsteinlegung des Feuerwehrgerätehauses durchgeführt. Der Bürgermeister Lothar Naumann und der Innenminister brachten vor der Grundsteinlegung zum Ausdruck, es ist nicht hoch genug zu bewerten, daß unzählige Arbeitsstunden für das Wohl der Allgemeinheit geleistet werden. Beide brachten in Ihren Ansprachen den Dank an die Kameraden, die zu jeder Zeit und vor allem unentgeltlich ihren Dienst versehen, zum Ausdruck.

Auch Kreisbrandmeister Filusch sprach anerkennende Worte zu den Kameraden, sprach aber auch den Dank an das Innenministerium aus, durch dessen Bereitstellung der Fördermittel der Bau erst möglich wurde.
Vom Architektenbüro Krakau und Eberlein sprach Dirk Eberlein und übergab eine Spende für das dringend erforderliche Kommandofahrzeug.

Die Hülse, in Form eines Feuerwehrschlauches, wird mit Dokumenten gefüllt, u.a. mit Fotos der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burgstädt.

Die Hülse, in Form eines Feuerwehrschlauches, wurde durch den Innenminister in den Grundstein gemauert. Zuvor wurde sie mit Dokumenten aus der Historie von Burgstädt, einer Namensliste der Stadträte, einer Namensliste der geladenen Gäste, der Namensliste der beschäftigten Amtsleiter und des Bürgermeisters und der Namensliste der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gefüllt.

Ebenso wurden Fotoaufnahmen der Angehörigen der Feuerwehr und des Bürgermeisters sowie der historischen Löschfahrzeuge beigelegt. Nicht zu vergessen, der Rechenschaftsbericht der Feuerwehr des Jahres 1994, eine Auflistung der derzeitigen Einsatzfahrzeuge, verschiedene Münzen und die letzte Ausgabe des Burgstädter Anzeigers. Im Juni 1996 soll das Richtfest stattfinden. Für das dritte Quartal ist die Fertigstellung ins Auge gefaßt.

Schlüsselübergabe an den Stadtwehrleiter Thomas Döring durch den Bürgermeister Lothar Naumann

Ein besonderer Höhepunkt des Altstadtfestes 1996 war die Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses durch den Bürgermeister Lothar Naumann an die Freiwillige Feuerwehr Burgstädt. Mit einem Feuerwehrcorso durch die Stadt begann der seit Jahrzehnten denkwürdigste Tag der Freiwilligen Feuerwehr Burgstädt.
Das Feuerwehrorchester Göritzhain begleitete mit schwungvoller Marschmusik den symbolischen Umzug der Kameradinnen und Kameraden in ihr neues Feuerwehrgerätehaus.

Zahlreiche Gratulanten waren gekommen, um den Burgstädtern ihre Reverenz zu erweisen. Unter Teilnahme von Personen des öffentlichen Lebens, befreundeter Wehren und zahlreichen Einwohnern wurde am Samstag, dem 05. Oktober 1996 der feierliche Akt vollzogen. Auch Ahnataler Gäste ließen es sich nicht nehmen, daran teilzunehmen und Grüße zu überbringen. Kleine Präsente, aber auch Schecks wechselten die Eigentümer.
Das Projekt Feuerwehrgerätehaus hat eine Grundfläche von rund 1600 Quadratmetern und kostet insgesamt 4,7 Millionen Mark. Davon mußte die Stadt Burgstädt 3,1 Millionen Mark aufbringen, die weiteren 1,6 Millionen Mark wurden durch Fördermittel des Regierungspräsidiums Chemnitz abgedeckt. Mit dem Feuerwehrgerätehaus entstand ein schmucker Zweckbau, der sich mit seiner äußeren Erscheinung seiner Umgebung anpaßt. Konnten aus finanziellen Gründen auch nicht alle Wünsche erfüllt werden, so ist doch ein Bau entstanden, der die Arbeitsbedingungen der Freiwilligen Feuerwehr entscheidend verbessern wird.
Gefeiert wurde die Übergabe des Feuerwehrgerätehauses mit einem zünftigen Fest und dem Tag der offenen Tür. Für die Kleinen gab es Rundfahrten im historischen Feuerwehrauto, für die Großen Bier und Suppe aus der Gulaschkanone. Viele Einwohner kamen zum Feiern und Schauen. Das neue Domizil präsentierte sich vollständig eingeräumt.

Die neue Feuerwache in der Böttchergasse 8 in Burgstädt.

Dabei umfaßt das neue Feuerwehrgerätehaus zwei Teile: Zum Feuerwehr-Bereich gehören Fahrzeughallen, Technik- und Schulungsräume und eine moderne Schlauchwaschanlage mit dem 28 Meter hohen Schlauchturm.
Der Bereich Katastrophenschutz besteht aus Fahrzeughallen, Wartungs- und Instandsetzungs-räumen. Feuerwache und Katastrophenschutz sind durch die Einsatzzentrale verbunden.

In jeden Raum konnte ein Blick geworfen, die Ausrüstung und Technik bestaunt werden.
Zum Schluß ein Wort von Bürgermeister Lothar Naumann: "Nicht nur die Bedingungen für die Feuerwehrmänner/-frauen haben sich verbessert - nein, es ist auch für uns Bürger selbst".
Für uns als Bürger sind die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burgstädt ehrenamtlich und unentgeltlich im Einsatz, nicht für sich selbst. Nur durch die Möglichkeit, schnell zum Einsatz auszurücken, bietet sich die Chance schnell zu helfen.
Der Stadtwehrleiter, damals Hauptbrandmeister, heute Brandinspektor Thomas Döring, dankte allen und hob besonders die Unterstützung seines obersten Dienstherren Bürgermeister Lothar Naumann hervor. Insbesondere seinem Verständnis ist es zu verdanken, daß das Haus Wirklichkeit wurde. Danke jedoch auch den Architekten, Handwerkern und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burgstädt, die genügend mit Hand angelegt haben, um dieses Schmuckstück hier entstehen zu lassen. Stadtwehrleiter Döring spricht den Wunsch aus, in den neuen Räumen über die nächsten Jahre eine vernünftige Arbeit leisten können, zum Wohle unserer Bürger.

Originalartikel aus dem "Lokalanzeiger"

 
 
Museum für historische Lösch- und Einsatzfahrzeuge - Böttchergasse 8 in 09217 Burgstädt