Heißluftballone
Allgemeine Informationen
 

Das Führen von und das Fahren mit Heißluftballons ist im Luftverkehrsgesetz (LuftVG) geregelt (insbesondere §§ 1, 20 und 31) sowie in der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO). Für das Führen von Heißluftballons ist eine Lizenz (eine Art Pilotenschein) erforderlich.
Wird das ganze kommerziell betrieben, ist nach § 20 LuftVG eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde erforderlich, nichtkommerzielle Fahrten sind genehmigungsfrei.

Häufig gestellte Fragen:
1. Darf ein Ballonfahrer eigentlich überall landen?
Grundsätzlich ja! Da ein Ballon nicht gesteuert werden kann, kann man ihm auch nicht vorgeben, wo er landen muss. Die Genehmigung des Grundstückseigentümers/ Landwirts zur Landung ist daher auch nicht erforderlich und möglich. Der Pilot ist jedoch verpflichtet, dem Grundstückseigentümer Auskunft über sich, den Halter des Ballons und die Versicherungsgesellschaft zu geben.
Der Grundstückseigentümer darf ferner auch den Abtransport des Ballons nicht verhindern. Dies ist im Luftverkehrsgesetz geregelt. (siehe § 25 Abs. 2 LuftVG)

2. Ein Flurschaden! Was nun?
Es liegt in der Natur des Ballonfahrens, dass die Landung nicht immer auf einem vorgegebenen Luftfahrtgelände erfolgt, sondern nach der jeweiligen Situation auf einem anderen Gelände. Hierbei kann es trotz entsprechender Vorsicht zu einem Schaden kommen.
Der Halter des Ballons ist verpflichtet, eine Halterhaftpflichtversicherung abzuschließen, die auch für derartige Schäden aufkommt. Wichtig ist jedoch in jedem Fall die Kontaktaufnahme mit dem Grundstückseigentümer/Landwirt bzw. die Meldung an die Polizeieinsatzzentrale und eine unverzügliche Schadensmeldung an den Versicherer. (siehe §§ 33 bis 43 LuftVG)

Sollte ein Heißluftballon auf Ihrem Grundstück landen und hierbei einen Schaden verursachen, gehen Sie auf den Piloten zu und suchen Sie ein offenes Gespräch zur Klärung des Problems.