Helden gesucht
Start der Feuerwehrkampagne
 

PRESSEMITTEILUNG DES SÄCHSISCHEN STAATSMINISTERIUMS DES INNERN vom 09.06.2009

Feuerwehrkampagne "Helden gesucht", Mitgliedergewinnung für die Jugendfeuerwehren

Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Innenminister Buttolo gaben heute den Startschuss für die Kampagne zur Nachwuchsförderung bei der Feuerwehr. Die Feuerwehr im Freistaat Sachsen ist ohne Jugendfeuerwehr nicht denkbar. In den vergangenen Jahren ging die Mitgliederzahl bei den Jugendfeuerwehren immer mehr zurück. Die Kampagne soll Jugendliche und ihre Eltern ansprechen und dazu beitragen, dass sich wieder mehr junge Leute für die Feuerwehr begeistern. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat die Werbe-Kampagne dem Landsjugendfeuerwehrverband übergeben.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich: "Die Kampagne "Helden gesucht!" stellt die unverzichtbare Arbeit der Feuerwehrfrauen und -männer unseres Landes in den Mittelpunkt. Sie sind es, die mit Leidenschaft und Engagement für Ihre Mitbürger im Einsatz sind. Die Feuerwehrleute riskieren Ihr eigenes Leben, um das Leben anderer zu retten. Sie sind die Helden unserer Zeit. Die Jugendfeuerwehren genießen in den Städten und Dörfern unseres Landes ein hohes Ansehen. Hier verbindet sich Spaß und Spiel mit sportlichen Leistungen und einer Erziehung zur Solidarität. Die
Jugendfeuerwehren sind Vorbild. Ich möchte die Kampagne an die Vertreter der jungen Generation übergeben, in der Hoffnung, dass sie selbst ordentlich die Werbetrommel für die Feuerwehr rühren."

Innenminister Albrecht Buttolo: "Die Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr sind die Helden von Morgen, sie sind es, auf denen unsere Hoffnungen ruhen, die die Werte unserer Gesellschaft verkörpern: Solidarität, Hilfsbereitschaft, Teamgeist und Engagement. Wer einmal einem Sechsjährigen ein Kinderbuch über die Feuerwehr vorgelesen hat, der kennt die strahlenden Augen der Kinder, ihre Begeisterung. Diese Begeisterung wollen wir auch bei den Eltern und bei den Mädchen und Jungen erzeugen. Das ist das Ziel der Kampagne."

Mit mehren Motiven wird auf Großplakaten in ganz Sachsen für die Jugendfeuerwehr geworben. Es gibt zwei Werbevideos, die in allen sächsischen Kinos und in allen Lokalfernsehsendern zu sehen sein werden. Zusätzlich wird die Arbeit der Jugendfeuerwehr im Radio beworben und thematisiert. An alle sächsischen Schulen wurden Plakate geliefert, die die Schüler direkt ansprechen sollen.

Im Internetauftritt der Staatsregierung gibt es ab sofort die neue Seite www.feuerwehr.sachsen.de, die als wichtige Plattform für die Feuerwehren im Freistaat Sachsen ausgebaut werden soll, hier sind auch die Inhalte der Kampagne gebündelt zu sehen.

Statistik:
Im Freistaat Sachsen sind derzeit knapp 10 000 Mitglieder bei der Jugendfeuerwehr organisiert, davon 2132 Mädchen. Es gibt 974 Jugendfeuerwehren im Land.
Die Freiwilligen Feuerwehren haben 47 123 Mitglieder, davon 4316 Frauen. Es gibt 493 Gemeindefeuerwehren und 1842 Ortsteilfeuerwehren.
In den 7 Berufsfeuerwehren arbeiten 1649 Feuerwehrleute, davon 74 Frauen.

Die Staatsregierung hat die Investitionen im Bereich der Feuerwehr deutlich erhöht. In diesem und im nächsten Jahr stehen jeweils 26 Millionen Euro bereit, das sind 10 Millionen Euro mehr als bisher.


Feuerwehrkampagne zeigt Wirkung
Die Mitgliederzahl bei der Jugendfeuerwehr in Sachsen ist erstmals seit über zehn Jahren wieder gestiegen. Im vergangenen Jahr waren 10530 Kameradinnen und Kameraden bei der Jugendfeuerwehr im Freistaat engagiert. Ein Jahr zuvor betrug die Zahl 9994.
Innenminister Markus Ulbig: "Die Kampagne "Helden gesucht!" zeigt deutliche Wirkung. Das Ziel dieser groß angelegten Werbeaktion war die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehr in Sachsen. Jetzt zeigen die Zahlen, dass es geklappt hat: Wir haben wirklich Helden gefunden. Nach einem jahrelangen Mitgliederschwund gibt es wieder mehr Mädchen und Jungen, die sich in der Jugendfeuerwehr engagieren. Aus ihren Reihen kommt der Nachwuchs für die Freiwilligen Feuerwehren in unserem Land. Dieses ehrenamtliche Engagement ist das Rückrat unserer Gesellschaft."
(Meldung des SMI vom 31.01.2010)