Geschichte der FFW -Teil I-
Neubau der Feuerwache Böttchergasse 8
 

Neubau der Feuerwache Böttchergasse 8

Beschluss der
Stadtverordnetenversammlung zum Bau einer neuen Feuerwache in Burgstädt


Im Jahre 1992 faßten die Ratsherren der Stadtverwaltung Burgstädt den Beschluß, eine neue Feuerwache bauen zu lassen. In dieser Ratssitzung wurde gleichzeitig darüber beraten, welches Grundstück dafür vorgesehen und geeignet ist. Man einigte sich nach den Wortmeldungen auf das ehemalige Gelände des Gaswerkes, was bis zur Wende durch die LPG(P) Hartmannsdorf genutzt wurde.

alte Feuerwache im Nordflügel des Rathauses

Im weiteren Zeitraum wurde über Altlastenentsorgung und erforderliche Fördermittel zur Realisierung des Bauvorhabens beraten.

In der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Burgstädt am 22.01.93 brachte der Bürgermeister Karl-Heinz Wollner folgendes zum Ausdruck: Wenn das Modell der geplanten Feuerwache auf dem Gelände des ehemaligen LPG(P) Stützpunktes auch noch so schön aussieht, die Finanzierung steht noch in den Sternen. Dies machte er den Angehörigen der Feuerwehr sehr deutlich. Denn 40% Fördermittel dafür seien viel zu wenig. Gemeinsam werde man doch alles versuchen, um 1994 mit dem Bau beginnen zu können.

Kritik wurde darüber geübt, daß manche den Neubau der Feuerwache als "Wunschbau" der Feuerwehr bezeichnen. Wer sich die derzeitigen Verhältnisse, vor allem bei der Alarmierung, ansieht, wird feststellen, daß dieser Neubau notwendig ist. Es beginne damit, daß zu wenig Platz vorhanden ist und Fahrzeuge außerhalb des Gerätehauses abgestellt werden müssen. Bei Einsätzen gibt es Schwierigkeiten und Behinderungen, da die Fahrzeuge zu eng stehen und Gefahren für die Kameraden beim Ausrücken bringen. Desweiteren gibt es keine sanitären Einrichtungen um nach Einsätzen die wohlverdiente Körperpflege durchzuführen. Die Schlauchwaschanlage entspricht vorsintflutlichen Verhältnissen. Hinzu kommt immer wieder, daß die Zufahrt durch parkende Autos versperrt wird.

Aufgrund der Wichtigkeit eines Neubaues wurden dem Bürgermeister eine Beurteilung des jetzigen Gerätehauses übergeben. Grundlage dazu war ein Formular mit 35 Fragen zur Sicherheit in einem Feuerwehrgerätehaus. Davon mußten aufgrund des Bauzustandes und der Beengtheit 18 Fragen mit "Nein" beantwortet werden. Die Beurteilung war insofern wichtig, da in der Freien Presse vom 02.02.93 die Kosten für das Gerätehaus mit falschen Zahlen unterlegt wurde.

Altlastenentsorgung

Beim Bau des neuen Standortes gab es einige Verzögerungen. Die schwerwiegendste war das Vorfinden von stark belastetem Boden. Auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes wurden Teerrückstände, Phenole, Zyanide und andere Schadstoffe durch Proben festgestellt, so daß sich ein Bodenaustausch erforderlich machte. Schon beim Baggern nahm man Gasgeruch wahr, berichtete Architekt Dirk Eberlein: "Es war ein Heidenaufwand". Jede Baggerschaufel wurde analysiert, um zu entscheiden, wo der Inhalt entsorgt wird. Mitunter mußten die Arbeitsgeräte speziell umgerüstet werden. Das alles sorgte für einige Wochen Verzögerung. Insgesamt mußten über 3500 Tonnen Erdreich entsorgt werden. Solche unvorhersehbaren Maßnahmen verschlingen auch Unsummen an Geldern. Für diese Altlastenbeseitigung wurden mehr als 2 Millionen Mark benötigt (FP vom 10.03.95). Dieses Geld ist nicht in der Bausumme enthalten. Das ist zwar die teuerste Baugrube der Umgebung, jedoch früher oder später hätte der Austausch sowieso stattfinden müssen (Bürgermeister Naumann FP 06.03.95).

 
 
Grundsteinlegung und Übergabe der neuen Feuerwache