Ratgeber Prävention 14/2008
Thema: WIE KANN MAN GARTENLAUBEN UND BUNGALOWS VOR EINBRUCH SCHÜTZEN ?
 
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Prävention
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Grundsätzlich gilt:

Eine sichtbare solide Absicherung von Türen und Fenstern kann potenzielle Täter von ihren Vorhaben abhalten. Beachten Sie deshalb folgende Hinweise:

  • Buntbartschlösser und die sogenannten "Dreipunktsicherungen" sind für den Einbrecher kein Hindernis!
  • Verwenden Sie in allen Türen fachgerechte eingebaute Zylinderschlösser und Sicherheitsschließbleche.
  • Fensterläden bieten guten Schutz wenn sie, stabil gebaut, von innen verriegelbar und gegen Ausheben gesichert sind. Fenster sollten durch nachrüstbare abschließbare Fensterschlösser gesichert werden. Alle Fenster der Gartenlaube von außen vollflächig mit einer massiven Voll- oder Schichtholzplatte abzudecken. Die Befestigung erfolgt am Fensterrahmen mit durchgehenden stabilen Gewinderundkopfschrauben. Die Arretierung der gesamten Platte wird mit Flügelmuttern vorgenommen.
  • Wenn Sie Ihre Gartenlauben oder den Bungalow längere Zeit verlassen, schließen Sie sogenannte Einstiegshilfen wie Leitern, Kisten oder Mülltonnen weg. Verschließen Sie auch Gartengeräte und Werkzeuge sorgfältig. Sie könnten als Einbruchswerkzeuge dienen.
  • Schalten Sie Außensteckdosen stromfrei.
  • Deponieren Sie keine "Notschlüssel" unter Fußabtretern, in Dachrinnen und unter Blumenkästen. Die Täter kennen diese Verstecke.
  • Demonstrieren Sie nach außen nicht unnötiges Vermögen und Besitz.
  • Teure Terrassenmöbel sollten bei Abwesenheit weggeräumt werden.
  • Vor längerem Wegbleiben entfernen Sie alle wertintensiven technischen Gegenstände.
  • Sorgen Sie für ausreichenden Versicherungsschutz der Gartenlaube, des Bungalow und des Inventars. Notieren Sie sich zum Nachweis für die Versicherung Ihre Werte. Informieren Sie Ihre Versicherung im Schadensfall rechtzeitig.
  • Nachbarn können sich auch beim Schutz vor Kriminalität gegenseitig helfen. Das ist, außer im Haus und Wohnviertel, auch in der Bungalowsiedlung oder in der Gartenanlage nützlich.
  • Jeder kann mal in eine Situation geraten, in der er auf die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen ist - gut, wenn dann die Nachbarn einspringen.
  • Tauschen Sie Adressen, Telefonnummer und Autokennzeichen mit Ihren Nachbarn aus, um sich in Bedarfsfall schnell gegenseitig informieren zu können.
  • Richten Sie Ihren Blick auch auf das Grundstück des Nachbarn und achten Sie auf ungewöhnliche Veränderungen, z.B. eine offene Tür, ein offenes Fenster oder unbekannte Personen.
  • Zögern Sie nicht, sprechen Sie diese Person an und fragen Sie nach dem Grund des Aufenthaltes im fremden Grundstück.
  • Gute Nachbarn erkennen gefährliche Situationen und tun etwas.
  • Pflegen Sie Kontakt zu Ihren Nachbarn - für mehr Lebensqualität und Sicherheit.
  • Bieten Sie in diesem Zusammenhang besonders älteren Nachbarn Hilfe an.
  • Organisieren Sie auch in Gartenvereinen oder Bungalowsiedlungen eine funktionierende Nachbarschaftshilfe.
  • Alarmieren Sie bei Gefahr, in dringenden Verdachtsfällen und im Schadensfall sofort die Polizei über Notruf 110 !!!
  • Vernichten Sie keine Spuren! Räumen Sie erst nach der Tatortarbeit der Polizei ihren Garten und Gebäude auf !!!
  • Wir beraten Sie gern.

Ihr Präventionssachbearbeiter
Polizeiobermeister Dieter Kutschenreuter
Polizeirevier Burgstädt