Himmelslaternen
Verbot aufgrund der Polizeiverordnung der Landesdirektion Chemnitz vom 26.08.2009
 

Mit der Fluglaternenverordnung wird das Steigenlassen von sogenannten "Himmelslaternen", "Skylaternen", "Skyballone", "Kong-Ming-Lanernen" und dergleichen Arten von Laternen untersagt.

Grund des Verbots ist die erhebliche Brandgefahr, welche vom Gebrauch bzw. von der offenen Wärmequelle (Flammen) ausgeht. Probleme entstehen vor allem dann, wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt, z.B. wie das Verfangen einer Laterne in Bäumen und an Gebäuden. Denn ab dem Zeitpunkt des Loslassens hat der Benutzer keinen weiteren Einfluss mehr auf die Flugeigenschaften bzw. die Flugbahn der Himmelslaterne.

Hier nur einige Beispiele der Vergangenheit, wo durch Himmelslaternen Brände verursacht wurden:
- Herbst 2008: Garagenbrand in Braunschweig
- Neujahrstag 2009: Dachstuhlbrand in Bad Harzburg
- Januar 2009: Brand einer Papierfabrik in Oberösterreich
- 31.05.2009: Brand eines Wohnhauses in siegen mit Personenschaden
- Juli 2009: Großbrand in Weimar (denkmalgeschütztes Haus, Schaden ca. 2,0 Mio Euro)
- August 2009: Brand einer Hausterrasse in Costrau (Sachsen).


Ausnahmeregelung

Auf Antrag kann jedoch eine örtlich und zeitlich begrenzte Ausnahme von dem Verbot zugelassen werden, wenn die besonderen Umstände des Einzelfalls keine Bedenken wegen der Gefahr für die öffentliche Sicherheit, insbesondere einer Brandgefahr begründen.
Der Antrag ist mindestens zwei Wochen vor dem Aufstieg der Fluglaternen schriftlich im Ordnungsamt der Stadtverwaltung Burgstädt zu stellen und muss folgende Angaben enthalten:
1. Name und Anschrift des Antragstellers (Verantwortlicher), telefonische Erreichbarkeit
2. Anlass sowie Datum und Uhrzeit
3. genaue Angaben zum Grundstück, auf welchem die Fluglaternen aufsteigen sollen
4. Name, Anschrift und Einverständniserklärung des Grundstückseigentümers,
sofern dieser nicht Antragsteller ist.
5. Anzahl der Ballone.

Die Stadtverwaltung Burgstädt, Ordnungsamt, erteilt dem Antragsteller vorbehaltlich der Anordnung von Nebenbestimmungen, in Abstimmung mit der Freiwilligen Feuerwehr und der zuständigen Forstbehörde, eine Ausnahmegenehmigung bzw. versagt diese in begründeten Fällen. Für die Erteilung einer solchen Genehmigung werden 50,00 EUR Gebühren erhoben.



Beim Gebrauch von Himmelslaternen sollten folgende Hinweise unbedingt beachtet werden:

 
 
  1. Der Aufstieg darf nur an geeigneten Stellen erfolgen; nicht in der Nähe von Objekten mit erhöhtem Brand- oder Explosionsrisiko, wo der Umgang mit offenem Feuer verboten ist, z.B. Tankstellen, Gaslagertanks o.ä., Gebäuden oder in der Nähe von Menschenansammlungen.
  2. Aufstieg nur bei Windstille oder leichtem Wind möglich
  3. Nach langanhaltender Trockenheit (erhöhtes Waldbrandrisiko) bzw. bei Regen, starkem Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit ist das Steigenlassen von Fluglaternen untersagt.
  4. Das Entzünden des Brennelements hat mit mindestens 2 Personen zu erfolgen.
  5. Eine Fluglaterne ist kein Kinderspielzeug!
  6. Haftung und Versicherungsschutz: Für etwaige Schäden durch Fehlgebrauch haftet der Verwender!