Ratgeber Prävention 15/2008
Gefahren im Internet – POLIZEI warnt vor betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit dem Online-Banking
 
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Prävention
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Die Nutzung des Online-Banking boomt! Von jedem Ort der Welt können Sie mit einem Internetanschluss rund um die Uhr Bankgeschäfte tätigen.
Damit ein Höchstmaß an Sicherheit gegeben ist, ergreifen Kunden und Banken umfangreiche Maßnahmen, um die geschäftlichen Beziehungen im Verkehr über das Internet zu schützen.
Kriminelle versuchen jedoch immer wieder, diesen Schutzbereich zu durchbrechen.

Das so genannte "Phishing" ist eine neue Art der Computerkriminalität, die in jüngster Zeit besonders häufig in Erscheinung getreten ist.
In betrügerischer Absicht werden Bankkunden mit täuschend echt aufgemachten E-Mails dazu veranlasst, über einen Link vermeintliche Internet-Seiten von Banken aufzurufen. Dort sollen dann persönliche Angaben wie Zugangsdaten, Passwörter oder ähnliches eingeben werden, angeblich aus Sicherheitsgründen, zur Bestätigung oder um, wie es oft heißt, Datenabgleiche auszuführen. Tatsächlich landen die Kunden aber keinesfalls auf echten Bank-, sondern vielmehr auf gefälschten Internet-Seiten.

Eine sichere Datenübertragung erfolgt durch moderne Sicherheitstechnologien, erkennbar z.B. durch ein Icon als Vorhängeschloss in der Statuszeile des Microsoft-Browsers (symbolisiert den jeweiligen Sicherheitsstatus "geschlossen" bzw. geöffnet").

Aktivieren Sie die Firewall Ihres Rechners, führen Sie stets einen aktuellen Virenscan auf Ihrem Computer durch und veranlassen Sie unbedingt die Durchführung von Sicherheits-Updates für das PC-Betriebssystem.

Verlassen Sie sich nie auf das Äußere der Webseite Ihrer Bank. Öffnen Sie die Bank-Webseite grundsätzlich in einem neuen Browserfenster und z.B. direkt über den Browser durch Eingabe in die Adresszeile oder über ein selbst angelegtes Lesezeichen (Favoriten), nie über einen Link aus einer E-Mail heraus.

Bei unerwarteten Abbrüchen, Fehlermeldungen oder Programmabstürzen nach der Eingabe der Transaktionsnummer (TAN) informieren Sie umgehend Ihre Bank.

Verlassen Sie die Webseite stets über den "Beenden/Abmelde-Button" und schließen Sie das Browserfenster, um eine sichere Trennung von Bank und Kunden zu garantieren.

Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten per E-Mail (z.B. Passwörter oder Transaktionsnummern).

Löschen Sie unerwartete/unbekannte E-Mails mit anhängenden Dateien. Sie könnten mit Viren oder Trojanern versehen sein, die zum Ausspähen von Daten benutzt werden.

Ihr Präventionssachbearbeiter
Polizeiobermeister Dieter Kutschenreuter
Polizeirevier Burgstädt