Ausflugsziel Waldenburg
 
Waldenburg

Die Stadt Waldenburg liegt ungefähr 20 Kilometer westlich von Burgstädt. Sie erhielt den Beinamen „Töpferstadt“, da das salzglasierte Waldenburger Steinzeug im Mittelalter sehr berühmt in Deutschland und Europa war.

Sehenswert in der Stadt ist das Naturalien- und Raritätenkabinett, welches 1845 gegründet wurde und somit zu den ältesten Naturkundemuseen Deutschlands zählt. Es beherbergt wissenschaftliche Instrumente, Spirituspräparate, eine Vogel- und Mineraliensammlung, eine botanische Sammlung sowie ein Kalb mit zwei Köpfen und eine ägyptische Mumie.
Nähere Einblicke erhalten Sie auf der Internetseite des Museums (www.museum-waldenburg.de)

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind:
- das Schloss
- das Zentrum mit Marktplatz, Rathaus und der Kirche St. Bartholomäus
- die Modellbahnwelt Waldenburg (www.gcj-modellbau.de)
- der Bauern- und Denkmalhof Schlagwitz (www.schlagwitz.de)

Weitere Informationen zu der Stadt und zu ihren Sehenswürdigkeiten finden Sie unter www.waldenburg.de

Waldenburg in Sachsen liegt inmitten des Städtedreiecks Chemnitz-Zwickau-Altenburg und ist gekennzeichnet von der Schönheit und der Vielfalt des Erzgebirgsvorlandes. Große Waldgebiete und malerische Flussauen der Zwickauer Mulde prägen die Landschaft. Waldenburg gehört zur Ferienstraße "Das Tal der Burgen".

Der Grünfelder Park Waldenburg gehört zu den frühesten und bedeutendsten englischen Parkanlagen Deutschlands.

Stadtansicht Waldenburg

Ende des 18. Jhd. entstanden in Deutschland mehrere englische Parkanlagen. Nach 1780 begann Otto Carl Friedrich von Schönburg-Waldenburg diese Parkanlage in seiner Residenzstadt Waldenburg anzulegen und erwarb für deren Erweiterung angrenzende Ländereien. Gewonnene Eindrücke und Einflüsse infolge zahlreicher Studienreisen nach Frankreich und England versuchte er in "Greenfield" umzusetzen. Im Gegensatz zu den streng gegliederten und künstlich angelegten Parkanlagen der Renaissance, des Barock sowie dem Rokokobesaßen englische Anlagen den Charakter wenig berührter Natur. Von den ursprünglich im Park vorhandenen Gebäuden, Plastiken und Denkmalen ist nur wenig erhalten geblieben. Vergleicht man sämtliche Einzelkunstwerke, zeigt sich, dass kein
einheitliches Gestaltungsprinzip existierte. Für das ursprünglich vorhandene "Schlösschen", Sommersitz von Otto Carl Friedrich, wurde lediglich ein größerer Bauernhof im neogotischen Stil erweitert.

Portal im Grünefelder Park
Das Eingangstor zum Park aus dem 16. Jahrhundert gehörte zur Schlossanlage.
Das bedeutende Garten- oder Bade- haus wurde nach Vorbildern aus der
römischen Architektur, besonders dem Pantheon, erbaut. Die Gesundheitsquelle besitzt nur im Säulen-bereich griechisch antike Vorbilder (dorische Säulen), der verbleibende Rest kann als Eigen-schöpfung eines Architekten des Frühklassizismus angesehen werden.
Grünefelder Park

Das etwas später, um 1815, entstandene Mausoleum besitzt Einflüsse in Form von Architekturelementen der griechischen und römischen Antike. Vom ursprünglich vorhandenen Dianenbad existieren nur noch überlieferte Darstellungen. Erkennbar ist dabei nur ein portikusähnlicher Anbau nach römischem Vorbild. Die anderen kleineren und größeren Bauwerke wie Brücken, Säulen und Plastiken sind neben der griechischen und römischen Antike auch von der Renaissance und der Neogotik beeinflußt. Aufgrund der unterschiedlichen Handschriften ist eine feste Zuordnung zu bestimmten Architekten nicht möglich. Für die Verbreitung antiker Einflüsse besaßen die früheren Schriften J.J. Winckelmanns "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke" große Bedeutung. Der Dresdner Architekt Krubsacius stellte bereits 1745 die Frage: "Wie soll man ein Gebäude verzieren?" und antwortete selbst: "Gar nicht oder so wenig wie möglich". Was für die Blütezeit des Rokoko besonders fortschrittliche Ansichten waren. Selbst in Dresden existierten zur Entstehungszeit von "Greenfield" nicht mehr als eine Handvoll klassizistischer Gebäude, wodurch u.a. die Bedeutung der Bauwerke von "Greenfield" besonders hoch einzuschätzen ist. Eine geistige Verwandtschaft besitzen die Gebäude mit den Entwürfen Dresdner Erbauer wie Christian Friedrich Schuricht, G.F. Thormeyer bzw. Christian Traugott Weinling. Vom modernsten Dresdner Landschaftsmaler des ausgehenden 18. Jahrhunderts, Klengel, existiert eine gemalte Ansicht des Badehauses in Öl auf Leinwand, woraus ersichtlich ist, dass Details vom Original abweichen.
Die Vermutung liegt nahe, dass zur Entstehungszeit des Gemäldes das Badehaus noch nicht, bzw. nur teilweise existierte, so dass der Entwurf auch von Klengel selbst stammen könnte. Dieser Grundentwurf könnte dann von einem der genannten Baumeister weitergeführt worden sein. Der überwiegende Teil der genannten Architekten besuchte selbst Ausgrabungsstätten in Pompeij und Herkulaneum und verschaffte sich so direkt ein Bild der Form- und Farbsprache der Antike.

Die Waldenburger Schloßanlage

Schlossanlage Waldenburg

Sie geht in ihrem Ursprung auf eine Burg zurück, die auf Veranlassung des Landrichters des Pleißenlandes, Hugo von Wartha, und des kaiserlichen Marschalls Rudolf von Brand in den ahren 1165 bis 1172 entstand.

Rückansicht Schloss Waldenburg

Die Burg, errichtet als Stützpunkt für die Kolonisierung des Pleißenlandes, erhielt nach ihrer Lage in der noch unerschlossenen und waldbedeckten Gegend den Namen "Waldenburg".

Führungen nach Anmeldung im
Tourismusamt Waldenburg (im Museum)
Geschwister-Scholl-Platz 1
08396 Waldenburg

Tel.: 037608 / 22 519
Fax: 037608 / 21 006
e-mail:tourismus-kultur@waldenburg

Gestaltung: E. Richter im Verein "Aktiv leben" e.V.