Ausflugsziel Penig
 
Penig

Die Stadt Penig liegt ungefähr 10 Kilometer westlich von Burgstädt.

Sehenswürdigkeiten sind:
- die Peniger Kellerberge
- der Naturpark Köbe
- die Kirche „Sankt Aegidien“
- die Kirche „Unser Lieben Frauen Auf Dem Berge“
- der große Topf zu Penig
- Peniger Distanzsäule
- das Rathaus

Weitere Informationen zu der Stadt finden Sie unter www.penig.de

Die Peniger Kellerberggänge

Eine attraktive Sehenswürdigkeit der Stadt Penig, sind die Kellerberggänge, wobei der Eingang im Jahre 2003 von der Uhlandstraße in die Leipziger Straße 52a verlegt wurde.

Kellerberggänge

In der Zeit des ausgehenden Mittelalters wurden in Penig die ersten Kellergänge angelegt, die ausschließlich zu Wirtschaftszwecken genutzt wurden.

Dadurch konnten bedeu-tende Mengen Lebensmittel haltbar gelagert werden. Mit der Bierherstellung mussten die Lagermöglichkeiten erweitert werden.

Kirche in Penig

Laut Aufzeichnung im alten Peniger Stadtbuch (1455 - 1541) begannen die Brüder Wolf und Peter Rodten im Jahre 1511 die ersten kellerartigen Gewölbe in den Berg am damaligen Schindergraben zu hauen. Der Chronist Sebastian Meyer schreibt 1549 in seinem "Chronicon Penicense":

Man hat hier ein nützliches Kleinod, nämlich Höhler, welche vor den Toren der Stadt in felsige Gebirge gehauen und ganz luftig gebaut. Von Tag bis zu ihrem Ende sind sie als ein Gang 2 Ellen weit und 3 Ellen hoch in den Stein gehauen. Derselbe Gang bekommt hernach zu beiden Seiten viele Berggänge und Hörner. Ihrer Natur nach sind sie frisch und kühl, dahinein legt man zur Sommerzeit das Bier, welches edel und gar köstlich bleibt... Um 1560 war die Kellerberganlage mit einer Gesamtlänge von ca. 2000 m vollendet. 1615 lag das Braurecht auf 250 Häusern von etwa 270 Häusern insgesamt zu der Zeit.
Jahrhunderte lang wurde in dieser "mittelalterlichen Kühltruhe" mit Temperaturen von 8 bis 10 Grad Celsius Bier gelagert und so vor dem Verderb bewahrt. Jeweils in einem Abstand von einigen Metern gibt es seitlich zum Hauptweg Vorratsgänge und Nischen, in denen das Bier gelagert wurde. Heute stehen darin Gefäße, die im Berg gefunden wurden.
Der Ausbau ist bergbau-fachmännisch erfolgt, die Masse des abgebauten Gesteins, Gneisglimmerschiefer, konnte bisher nirgendwo ausfindig gemacht werden. Das System verfügt sowohl über Entwässerung als auch über Bewässerung. Man sagt, die Kellerberge sind eine Wirtschaftsanlage gewesen, die aber auch bei Kriegsgefahren als Zufluchtsort gedient und ausreichend Schutz geboten haben. Ab 1856 wurde auf Weisung der Amtshauptmannschaft Rochlitz ein Teil der Gänge verfüllt.

Das bereits 1927 zur 700-Jahr-Feier begehbar gemachte Gangsystem verfiel allmählich wieder und wurde im Vorfeld der 750-Jahr-Feier 1977 von engagierten Heimatfreunden unter hohem Aufwand passierbar gemacht und kann auch heute noch besichtigt werden.
Im Berg gibt es aber nicht nur Gänge, sondern auch 3 Räume, der größte davon misst 8 mal 8 Meter, in denen in der Vergangenheit mitunter kleine Feste gefeiert werden konnten.

1990 machte sich eine erneute Schließung erforderlich, sowohl der Zugangsbereich als auch die unterirdischen Hohlräume bedurften dringend einer Sanierung. Auch die Elektroanlagen, die die Gänge und Nischen ins rechte Licht rücken sollten, waren nicht mehr betriebsfähig.
Seit 1993 erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten durch die Bergsicherung Schneeberg. Pfeiler wurden verstärkt, um einem Herabstürzen der Decke vorzubeugen, die Stollen wurden gesichert und eine neue Belüftungsanlage gebohrt, da das natürliche System durch den Einsturz einzelner Stollen nicht mehr ausreichend funktionierte.

Weisse Spitze

Zum 5. Tag der Sachsen im September 1995 in Penig konnten die Kellerberge wieder besichtigt werden.
Im Januar 2002 begann die Vorbereitung der Baumaßnahme für den neuen Besuchereingang über die Leipziger Straße. Dieser konnte am 17.05.2003 mit einer Bergparade eingeweiht werden.
Anfang 2004 wurde mit dem Neubau des Huthauses begonnen, dessen Einweihung am 03.07.2004 erfolgte.

Die Peniger Kellerberge können zu folgenden Öffnungszeiten - ganzjährig - besichtigt werden:

jedes 2. und 4. Wochenende im Monat (Samstag und Sonntag) *

14.00 - 17.00 Uhr; letzter Einlass ist 16.30 Uhr

* Führungen sind auch an Wochentagen und außerhalb der oben festgelegten Zeiten nach vorheriger Vereinbarung in der Stadtverwaltung Penig unter der

Tel.: 037381 / 959-44 möglich.

Naturpark Köbe

Ein sehr schönes Ausflugsziel für Jung und Alt ist direkt an der B 95 der Naturpark „Köbe". Er umfasst ein etwa zwölf Hektar großes bewaldetes Gelände mit Teich, Abenteuerspielplatz und diver-sen Tiergehegen, u.a. für Esel, Damwild, Schafe, Ziegen und Waschbären.

Eintritt frei! Weitere Informationen erhalten Sie unter www.penig.de

Entfernung 10 km

Gestaltung: E. Richter im Verein "Aktiv leben" e.V.