Wanderweg Burgstädt-Studententeich-Göritzhain-Wechselburg
 
Wanderwegsymbol rot

Wanderweg Burgstädt-Studententeich-Göritzhain-Wechselburg (rot) 12 km

Eine dritte Verbindung ins Muldental ist die Fortsetzung des von Chemnitz kommenden Chemnitztalweges, den wir bewusst über Burgstädt geleitet haben. Auch dieser Weg kann am ehemaligen Busbahnhof begonnen werden, zweigt von der Lindenstraße rechts zum Stadion ab und geht kilometerweit immer rechts der Bahnlinie entlang der Mohsdorfer Straße zweigt der Kirchsteig zu dem neuesten Burgstädter Ortsteil ab und nach dem Bahnwärterhaus rechts den Turnhallenweg, der schließlich auf dem Marktsteig zur ehemaligen FEWA und zum ehemaligen Bahnhof Mohsdorf führt. Vor dem "Steinberg", mit 293 m kaum als "Berg" zu erkennen, stoßen wir auf den Rundweg um Burgstädt, der hier rechts zum Waldhaus, ins Chemnitztal und ins Mohsdorfer Unterdorf führt. (Von dort aus kann man rechts über den Marktsteig zurück nach Burgstädt laufen.) Dieser gelb markierte Rundweg führt am Bahnwärterhaus, der Heiersdorfer Blockstelle, in Richtung Heiersdorf, Höllmühle. Wir bleiben der Bahnlinie treu und stoßen im Wald auf die Standorttafel "Gückelsberg". Hier geht der Geradeausweg nur noch "über Stock und Stein" weiter. Wir wählen eine Umleitung durch den Wald zum "Kalten Bach", den man wohl so genannt hat, weil hier kaum einmal die Sonne scheint.

Studententeich

Dieser Bach speist den Studententeich, wo wir den grün markierten Weg von Mohsdorf über Berthelsdorf ins Muldental kreuzen. Dieser leider stark vernachlässigte Teich wurde einst als "Talsperre" für eine Fabrik bei Stein im Chemnitztal angelegt. Der Abbruch eines Teils der "Sperrmauer" hat zu einer starken Verlandung dieses idyllischen Weihers geführt und es ist leider nicht gelungen, ihn wieder in alter Schönheit entstehen zu lassen. Trotzdem sollten wir hier die Schutzhütte oder Bank zu einer wohlverdienten Rast nutzen. Wie es zu diesem etwas seltsamen Namen kommt? Hier soll einmal ein Student ertrunken sein, erkennbar an der typischen Studentenmütze. Sein Grab wurde lange von einer Göritzhainer Einwohnerin gepflegt, ist aber nach deren Tod verschwunden. Der Bach fließt noch ein paar Meter weiter, bis er sich in die Chemnitz ergießt. Ein schönes, romantisches Tal, das wir aber der Forstwirtschaft zuliebe als Ruhezone eben in Ruhe gelassen haben. So geht die hier grün/rote Markierung bergan auf einem Höhenweg entlang, der sich in einem Nadelhochwald teilt: Links können wir nach Berthelsdorf laufen, von wo der Lunzenauer Bus nach Burgstädt fährt.

Die rote Markierung führt bergab ins Chemnitztal, wo wir auf einer breiten Wiesenaue (Vorsicht: Weide!) die ersten Häuser von Göritzhain, die "Bauernseite", erreichen.

Wer noch ein paar Kilometer dranhängen möchte, auf der Straße sind wir nach etwa 2 km am Bahnhof Cossen. Diesen können wir auch nach etwa 3 km auf gelb/grün markierten Wegen durch waldreiches Gelände erreichen. Wer noch die restlichen 5 km bis Wechselburg schafft, überquert die Chemnitzbrücke und geht dann zweimal links abbiegend immer am rechten Chemnitztalufer entlang.

Bauernseite Göritzhain
Wechselburger Kiefer

(Auch hier ist noch einmal an einer Fußgängerbrücke ein Abbiegen nach Cossen möglich.)

Nach einer Kleingartenanlage zwingt uns das hier wieder steile Flussufer nach der "Hölle" links zu einem Felsen, wo Wechselburger Wanderfreunde eine schöne Aussicht gestaltet haben. Nach dieser Rast geht es sacht bergab, immer an Bahn und Chemnitz entlang, wo wir uns an der "Pfannkluft" nochmals ausruhen können. Etwa am "Kilometer 10" unserer Wanderung gibt es eine interessante und sicher seltene Gelegenheit, vor allem für Eisenbahnfans: Wo die Chemnitz in die Mulde fließt, "fließt" auch die Chemnitztalbahn in die Muldentalbahn, und rückwärtsschauend sieht man mit dem berühmten Göhrener Viadukt eine dritte Eisenbahnlinie, die Strecke Chemnitz, Leipzig. So haben wir hier drei Eisenbahnlinien auf engsten Raum. Kurz danach ist rechts ein Weg zum Bahnhof Wechselburg ausgeschildert. Wir bleiben im Tal und kommen am Schlossteich, an einem Trimm-Dich-Platz, am Sportplatz und an der Schule vorbei zur Rochlitzer Straße. Diese führt links zum Parkplatz an der Muldenbrücke und rechts in Richtung Bahnhof. Über die Kantorstufen gelangen wir zum Markt, von wo aus viele Sehenswürdigkeiten in Minuten zu erreichen sind: die berühmte Basilika, die evangelische St.-Otto-Kirche oder der Schlosspark. Hier beginnen auch viele Wanderwege, die wir aber heute nach den 12 km kaum noch schaffen werden. Vom Markt fährt ein Bus nach Burgstädt.

Basilika in Wechselburg
 
Kirche in Wechselburg

Gestaltung: E. Richter im Verein "Aktiv leben" e.V.