Häufig gestellte Fragen und Antworten - Teil 3
 
Häufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ)
                 Fragen zur Integration im Ort
38. Frage:Wer betreut die Hilfesuchenden? Wie viele Personen sind das?
Antwort:Sowohl für die Unterbringung als auch für die soziale Betreuung ist der Landkreis zuständig. Er bedient sich dazu der GSQ (Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung Freiberg mbH). Dem Landkreis steht für 150 Asylbewerber 1 Sozialarbeiter zur Verfügung.
Darüber hinaus haben sich auf den Aufruf zur ehrenamtlichen Mitwirkung zahlreiche Personen gemeldet. In einer ersten Gesprächsrunde am 21.01.2016 im Rathaus waren mehr als 50 Helfer anwesend, die mit verschiedenen Angeboten zur Verfügung stehen.
39. Frage:Wie werden den Asylbewerbern die mitteleuropäischen und christlichen Werte vermittelt? Erhalten die Asylbewerber Hinweise zum Leben in Deutschland und erkennen Sie unsere Werte an?
Antwort:In den Erstaufnahmeeinrichtungen werden den Asylbewerbern bereits Informationen übergeben und Werte vermittelt.
Bei der Ankunft in Burgstädt sollen ehrenamtliche Helfer (Paten) die Asylbewerber willkommen heißen und ihnen mit einer Begrüßungsmappe die ersten Hinweise und Regeln übergeben. Die Zurverfügungstellung in verschiedenen Sprachen wird gegenwärtig vorbereitet.
Durch die Begleitung im Alltag im Rahmen der Patenschaften sollen die bei uns üblichen Gepflogenheiten vermittelt werden.
40. Frage:Sind schon Angebote zur Integration der Asylsuchenden geplant und wie kann man sich einbringen? Wo wird Hilfe benötigt?
Antwort:Es liegen bereits zahlreiche Hilfeangebote vor (Sprache lernen, Arztbesuche, Behördengänge, Freizeitgestaltung…). Diese werden gegenwärtig nach Bereichen erfasst und zukünftig festen Arbeitsgruppen zugeordnet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die ebenfalls mithelfen wollen, melden sich bitte in der Stadtverwaltung bei Frau Held-Esper.
41. Frage:Wie und was ist geplant, um die aufgenommenen Asylbewerber bei uns zu integrieren?
Antwort:Es werden konkret für die Wohnungen Patenschaften eingerichtet, das heißt es gibt für bestimmte Wohnungen einen zuständigen Personenkreis an Helfern. Diese ermitteln den konkreten Hilfebedarf und organisieren konkrete Angebote nach Rücksprache bzw. Vermittlung mit der/durch die Stadtverwaltung Burgstädt.
Vier Bereiche werden hierbei im Fokus stehen:
→ Abschluss Asylverfahren (Behördliche Erfordernisse)
→ Alltagsbegleitung (Einkaufen, wo ist was…)
→ Berufsfindung/Arbeit (gemeinnützige Tätigkeit, Ausbildung usw.)
→ Freizeit (Vereine, Sport und Kultur)

Beispielsweise sollen das Kennenlernen der Stadt Burgstädt, die Organisation von Sprachkursen, die Vermittlung in Kitas, die Integration in Vereine, die Übermittlung der für die Asylsuchenden wichtigen Informationen (Deutsch-Lern-App, Ankommen-App) als erstes im Vordergrund stehen.
42. Frage:Inwieweit werden die Asylbewerber in DAZ-Klassen integriert und verstehen unsere Sprache bzw. sind mit unseren Gesetzen vertraut?
Antwort:DAZ – Klassen sind für minderjährige schulpflichtige Kinder vorgesehen.
Für Erwachsene werden in den ersten drei Monaten durch die ehrenamtlichen Helfer Sprachlernangebote organisiert. Wer dauerhaft in Deutschland lebt und nicht ausreichend Deutsch spricht, muss einen sogenannten Integrationskurs besuchen. Das gilt auch für anerkannte Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge. Ein Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs (600 Stunden) und einem Orientierungskurs (60 Stunden). Im Orientierungskurs geht es um die deutsche Rechtsordnung, Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Beide Kursteile enden mit einem Test.
Eine Übersetzung des Grundgesetzes liegt in den erwarteten Sprachen als Broschüre vor und ist Inhalt der Begrüßungsmappe.
Ein Sprachmittlerpool in Chemnitz steht für Übersetzungen zur Verfügung.
43. Frage:Welche Räumlichkeiten stehen für die Personen für Unterricht zur Verfügung? Wer hat die Aufsicht?
Antwort:Das Vereinshaus, die Stadtinformation sowie Unterrichtsräume der Bibelschule stehen bereits jetzt verbindlich zur Verfügung.
Räume in Schulen außerhalb der Unterrichtszeiten sind ebenfalls denkbar.
Es wird jeweils mindestens eine Aufsichtsperson anwesend sein.
44. Frage:Kann man mit Sachspenden und/ oder Geldspenden helfen? Was wird benötigt und wo können diese abgegeben werden?
Antwort:Hilfsangebote werden grundsätzlich immer gern angenommen.
Sachspenden können nicht bei der Stadt Burgstädt gelagert bzw. abgegeben werden. Hier nutzen Sie bitte bei Bedarf die Annahmestellen des DRK bzw. der Diakonie und des Netz-Werk e.V. Mittweida.
Die Kontaktdaten erhalten Sie über unsere Internetseite.
Ein Spendenkonto bei der Stadt Burgstädt ist derzeit nicht geplant.
45. Frage:Wo sollen die Flüchtlinge arbeiten?
Antwort:Für Asylbewerber gilt in den ersten drei Monaten ihres Aufenthalts ein Arbeitsverbot. Danach ist die Zustimmung der Ausländerbehörde erforderlich, sie prüft inwieweit sonstige Gründe der Aufnahme einer Beschäftigung entgegenstehen (Vorrangprüfung, ob ein inländischer Bewerber zur Verfügung steht). Für die Vermittlung in ein Beschäftigungsverhältnis wird die Bundesagentur für Arbeit beteiligt. Während der ersten drei Monate können Asylbewerber im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten beschäftigt werden, solange diese nicht den allgemeinen Arbeitsmarkt belasten. Welche Möglichkeiten sich daraus für Burgstädt ergeben und ob solche Arbeitsgelegenheiten angeboten werden können, muss noch geprüft werden.
46. Frage:Wie stellt sich die Stadt die Nutzung der Sporteinrichtungen für die Asylbewerber vor (z. Bsp. Hallenbad)?
Antwort:Die Nutzung aller öffentlichen Einrichtungen steht auch den Asylbewerbern frei.
Es gelten, wie für alle anderen Nutzer auch, die Nutzungsbedingungen und die Hausordnung. Die Hausordnungen werden gegenwärtig noch einmal geprüft und in die englische Sprache (b. Bedarf auch in andere Sprachen) übersetzt. Bei Verstoß gegen die Regeln wird vom Hausrecht Gebrauch gemacht.