Partnergemeinde Pári in der Republik Ungarn (Magyar Köztársaság)
 
Partnergemeinde Pàri Festumzug September 2007

Pári - die Gemeinde ist eingebettet in das malerische Hügelland Transdanubiens in dem Komitat Tolna. Von Siofok am Balaton (Plattensee), etwa 45 km südlich Richtung Tamasi an der Landstraße Nr. 61 abbiegend erreichen sie das kleine Dorf.
Die Siedlung wurde schon im 14. Jh. in päpstlichen Steuerbüchern erwähnt, aber ihren Namen bekam sie vermutlich in der Mitte der 16. Jh. nach den Adeligen Johann und Simon Paari, die damals hier lebten.
Im 17. Jh. war die Umgebung des Dorfes von Raizen (Serben) bewohnt. Der Fluss Koppany, der neben dem Dorf fliest, wurde seit Jahrhunderten von der örtlichen Wassermühle genutzt.
Nach der Türkenherrschaft siedelten sich im Jahre 1726 Familien aus der Gegend von Baden-Württemberg und dem Schwarzwald in dem unbewohnten Dorf Pári an. Die Deutschen - Schwaben haben mit ausdauerndem Fleiß und harter Arbeit die verwahrlosten Äcker bewirtschaftet.
Pári und der umliegende Wald waren vom Ende der 17. Jh. Besitz der Familie Esterhazy. Ihr Wildpark, in dem zahlreiche Hirsche, Damhirsche, Rehe und Wildschweine ihren Lebensraum haben, war damals schon berühmt.
Während des I. und II. Weltkrieges erlitten auch die parier Familien schwere Verluste. Die Mehrheit der im Jahre 1945 zur Zwangsarbeit verschleppten und die drei Jahre später ausgesiedelten deutschsprachigen Einwohner durften nie wieder in ihr geliebtes Heimatdorf zurückkehren. In ihren Häusern wurden Familien aus dem ehemaligen Oberungarn angesiedelt.

Im Jahre 1984 wurde Pári der Nachbarstadt Tamasi angegliedert. Seine Unabhängigkeit hat das Dorf Pári nach einer Bürgerinitiative im Jahre 2006 zurückgewonnen.
Nach der Chronik von 2007 hat das Dorf etwa 700 Bewohner; Ungarn, Deutsche und Roma leben hier miteinander.

Sehenswürdigkeiten: Kirche: an der Stelle der ehemaligen Holzkirche wurde 1767 im Barockstil das heutige Gotteshaus mit drei Kirchenschiffen und mit halbkreisförmigem Altarraum errichtet.
Friedhof: der Friedhof befindet sich auf dem Hügel über der Kirche, hier kann man auch über hundertjährige Grabmäler entdecken.
Kreuzweghügel: der Kreuzweghügel erhebt sich südlich von der Siedlung, von hier hat der Betrachter eine herrliche Aussicht über das Dorf.
Heimatmuseum: im Jahre 2007, am Pfingstsonntag wurde die heutige Ausstellung eröffnet. Diese Ausstellung zeigt uns anschaulich die Vergangenheit, den Alltag und die Festtage der deutschen Minderheit in Pári. Das Museum kann nach vorheriger Abstimmung besichtigt werden. (Tel.: 0036 74/887-165)
Geplant ist in der Zukunft Pári für den Tourismus zu entwickeln.

Die Veranstaltungen des Jugend- und Nationalitätenvereins bieten an den Wochen- oder Feiertagen ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm für Gäste und Dorfbewohner gleichermaßen an. In Pári findet in alter Tradition jährlich ein Weinwettbewerb statt. Dort werden die besten Weine mit einer Urkunde ausgezeichnet und im Anschluss ein Volksfest mit Liederabend veranstaltet. Zum traditionellen Pfingstfest wird besonders die ungarndeutsche Kultur vorgestellt. Mit großer Spannung wird im August der Gulaschwettbewerb von allen Familien ungeduldig erwartet. Zum Fest ist das ganze Dorf versammelt. Es kommen auch viele Gäste und feiern mit großartiger Stimmung bis in die Nacht hinein.
Die beliebteste Veranstaltung im Jahr ist das im Herbst stattfindende Großfest mit dem Namen „Minimum“. Der Weinleseumzug und das mehrtägige Fest ziehen viele Gäste aus dem In- und Ausland an.

Am Rande des Ortes wurde ein neues Industriegebiet erschlossen. Es bietet für Interessenten aus dem In- und Ausland ausgezeichnete Investitionsmöglichkeiten.
Weitere Informationen erhält man im Bürgermeisteramt Pári, Nagy u. 18, 7091 Pari, Tel.: 0036 74/887-165, Fax: 0036 74/887-166, E-Mail: pari@tolna.net .