Die Höllmühle
 

Höllmühle

Die alte sächsische Kirchengallerie schreibt bei Chursdorf: "die Höllmühle " ( Heilige Mühle ), so genannt, wie das darüber liegende Dörfchen Helsdorf, von der Kapelle zur "elenden Marie", die unweit davon auf dem Berge gestanden, also nicht "Höllmühle" ist von Wolf von Schönburg, dem Älteren 1572 von Grund aus neu gebaut worden."
Zunächst hat das Wort "Höll" mit dem "Hels" in Helsdorf gar nichts zu tun. Es sind zwei ganz verschiedene Wortstämme. Der Ort wird in älteren Urkunden Helwigsdorf genannt, d.i. das Dorf des "Helwig", hängt daher mit einem Personennamen, jedenfalls dem Namen dessen zusammen, der die ersten Ansiedler führte. Höllmühle wird jedenfalls mit "heilig" auch nichts zu tun haben, obwohl hinter der Scheune auf der Anhöhe eine Kapelle gestanden hat, die der Schmerzensmutter (mater dolorosa) oder wie der Volksmund sagte, der "elenden Marien" (Maria) geweiht war. Alte Stadtrechnungen Penigs aus den Jahren um 1540 sprachen von Getreidefuhren "zur elenden Marien", auch "zur Heiligen" und meinten damit selbstverständlich die Höllmühle.

An anderer Stelle tritt aber auch die Bezeichnung "Huhlmühle" auf und dieses Wort scheint mir auf die eigentliche Bedeutung hinzuweisen, nämlich auf die Lage der Mühle in der "Huhle", in der Vertiefung. Beweis dafür ist mir, daß die "Höllmühle" auch anderwärts auftritt, wo von einer Stätte der Heiligenverehrung keine Spur vorhanden ist, wohl aber die Lage der Mühle in der Vertiefung in Frage kommt.

Heute ist die Höllmühle ein Ausflugslokal. 
 
zugefrorener Höllmühlenteich