Der Markt
 

Der Markt mit Seigerturm und Stadtkirche

Markt mit Seigerturm und Stadtkirche

Seit der ersten Bebauung im 15. Jh. war der Markt vor der Kirche angelegt. 1511 erhielten 80 Bürger, die sich um den Markt ansiedelten das Braurecht von Herzog Georg beurkundet. Die Stammhäuser dieser Bürger befanden sich auf den Markt. Alle Gebäude errichtete man damals aus Holz und Stroh und waren daher mehrmals Opfer von Bränden.
Um Gärräume für das Bier zu schaffen, wurden so genannte Höhler - unterirdi-sche Gänge - geschaffen. Diese dienten in den Kriegsjahren auch zu Fluchtzwecken.

Der erste Wochenmarkt konnte laut Marktrecht 1631 abgehalten werden. Zu den ersten Häusern gehörten die Adler-Apotheke (1661) und das 1709 erbaute Einzeldenkmal Naumanns Restaurant & Hotel. Im 17. Jh. erfolgte die erste Pflasterung um einen Brunnen, welcher sich vor dem ehemaligen Brauhaus befand. Das wurde Ende des 19. Jh. abgerissen und an dessen Stelle das größte aller Häuser am Markt gebaut. Darin befindet sich die heutige Schwanenapotheke.

Markt mit Heiste

Die Beseitigung der Treppen höher ste-hender Häuser und dafür die Errichtung von Heisten ermöglichte 1864 das Anlegen einer Straße rund um den Markt.

Während der Amtszeit des Bürgermeisters Dr. Friedrich Roth (1902 bis 1924) erhielt der Markt ein zunehmend gepflegteres Aussehen. Die Anpflanzung von Linden verschönten und belebten die Fläche.

Ab 2005 erlebte der Markt eine grundlegende Sanierung, die auch durch mehrere aufgetretene Fahrbahneinbrüche sowie Absenkungen in vorangegangenen Jahren notwendig wurde.

Am 30. August 2008 war die Einweihung des neu gestalteten Markt-platzes. Mittelpunkt ist ein 3- teiliger Märchenbrunnen (Gestein: Porphyr; vom Rochlitzer Berg), welcher die Burgstädter Sagen:
- „Der Nix im Hahnteich“,
- „Der Schatz am Taurastein“ und
- „Der Taurasteinmann“ darstellt.

Neue Bepflanzungen geben dem Markt-platz Lebendigkeit. Eine moderne Beleuchtung in Ausführung von Leucht-stelen und Bodenleuchten sorgen für genügend Helligkeit. Eine breitere Heiste mit behindertengerechter Auf-/Abfahrt und 19 Kurzzeitparkplätze erleichtern die Erreichbarkeit.

Markt mit Märchenbrunnen

Erreichbarkeit: mit Pkw über Ober- und Neugasse; zu Fuß/Rad: Kantor-Meister-Straße, Herrenstraße

Lage: Stadtzentrum, über Obergasse bzw. Brühl-Herrenstraße (Einbahnstraßen) zu erreichen

Markttage: Dienstag und Donnerstag

Gestaltung: E. Richter im Verein "Aktiv leben" e.V.

 
 

Der Seigerturm

Der Seigerturm


Der Seigerturm ist ein markantes Bauwerk in der Stadt Burgstädt. Er ist Tor- und Pfortenturm vom Kirchhof zum Markt und diente nebst der Kirchmauer als Schutzwehr.

Im 16. Jahrhundert wurde in den Städten und Gemeinden weithin sichtbar Uhren angebracht. Da die Kirche in dieser Zeit noch keinen Turm besaß, brachte man 1604 einen Seiger (Uhr) am Torturm an. Es entstand somit die Bezeichnung Seigerturm.

Nachdem 1894 der neue Kirchturm zusammen mit einer Uhr errichtet wurde, entfernte man die Seigerturmuhr.

1997, nach der Übergabe durch die Kirche an die Stadt, konnte der Turm saniert werden.

Heute besitzt der Seigerturm seine Uhr wieder.

Oberhalb des „Seigers“ befindet sich ein hölzerner Erker. An den Adventssonnabenden fand hier um 16:30 Uhr das Turmblasen des Posaunenchores Burgstädt statt.

Seigerturm, Kirche, Markt und das Heimatmuseum, das ehemalige Kantorat, bilden ein Ensemble im historischen Ambiente der Stadt.


Lage: am westlichen Markt - Zugang zur Kirche

Der Seigertum im alten Stadtbild

Gestaltung: E. Richter im Verein "Aktiv leben" e.V.